16. Tersch Haus

Starobranská 5

Ursprünglich handelte es sich um zwei einzelne Häuser, die in den Jahren 1882 bis 1884 von der ritterlichen, zur Schönberger Elite gehörenden Familie Tersch erworben und in klassizistischer Form umgebaut wurden. Die Familie Tersch wurde durch Tabakhandel reich, Familiengründer Franz Xaver Tersch sen. baute später einen florierenden Textilhandel auf. Er kaufte auch mehrere Bleichen, in denen Leinen und Garn bearbeitet wurden, die er von Leinwebern aus dem Vorgebirge bezog. Sein Sohn Franz Xaver jun. gründete 1841 in diesem Haus die erste private Post- und Umspannstation in Österreich-Ungarn. Der erworbene Besitz verhalf der Familie zum Erwerb des Adelstitels. Die Familie Tersch besaß die Herrengüter und Schlösser von Třemešek und Chudobín sowie den Wirtschaftshof in Šumperk (Mährisch Schönberg). Franz Tersch war durch die vielen Investitionen finanziell am Ende und konnte sich nur durch den Verkauf des Großgrunds entschulden.

Sohn, Friedrich von Tersch, konnte den wirtschaftlichen Niedergang des Sein Familienunternehmens zwar nicht verhindern, ging aber als dienstältester Bürgermeister der Stadt in die Geschichte ein. Er war ein Vierteljahrhundert lang, von 1882 bis 1907, im Amt. Es waren glückliche Jahre für Šumperk, in denen es sich von einer Provinzstadt in ein Zentrum des industriellen Fortschritts verwandelte.

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